Kurzzusammenfassung
Dao-Lin-Hay überredet Don Kerk’radian dazu, mit der Sol-Zelle 1 nach Vatucym zu fliegen, einer Hauri-Welt 4925 Lichtjahre vom Versteck der Menscheit in Hangay entfernt. Dort treffen sie auf den Hauri Beth Astromo, der sich als ein von Vorurteilen erfülltes, misstrauisches Wesen erweist. Trotzdem ringen sie ihm die Zusage ab, mit dem auf Vatucym gelegenen Kontaktwald den Wald 126 im Zentrum von Hangay besuchen zu dürfen. Er bittet aber darum, eine Nacht Zeit zu geben, bevor der Wald besucht wird.
Natürlich halten sich die beiden nicht daran und begegnen nachts im Wald Kartanin, die augenscheinlich teleportieren können. Und Dao-Lin-Hay besucht diese neuartigen Kartanin in ihrem Stützpunkt, einer Art Trainingslager für parapsychisch begabte Kartanin. Auf Vatucym sind praktisch nur Teleporter und es gibt solche Stützpunkte, mit unterschiedlichen Schwerpunkt-Begabungen, überall in Hangay. Angeregt wurden die parapsychischen Fähigkeiten augenscheinlich durch das Vibra-Psi.
Sechs der Kartanin-Mutanten machen den Ausflug Dao-Lin-Hays mit. Sie begegnen KOLTOROC und den String-Legaten, bemerken, dass ihre Parapsychischen Begabungen dort keine Wirkung haben, etablieren trotzdem einen parapsychischen Block, um unerkannt zu bleiben, was aber nichts bringt. Min-Da-N’or, die schwanger ist, verliert bei dem Ausflug ihr Kind, das mutmaslich aus dem Mutterleib herausteleportiert ist. Und der Hauri lässt seine Muskeln spielen, um zu verhindern, dass nach dem Ausflug eventuell Mitglieder der Nega-Kartanin die Welt verlassen. Dao-Lin-Hay gibt schließlich nach und verzichtet darauf, die als Piloten in Hangay wertvollen Kartanin mitzunehmen.
Mein Eindruck
Es ist schon erstaunlich, wie einem widersprüche in Romanen von Horst immer wieder verkauft werden.Beispiel Seite 56, erste Spalte unten und zweite Spalte oben: “Die zentrale Lichtung zog sie an, wie ein Magnet. Dao wusste immer, wo die anderen waren. Ob dies in einer Umgebung möglich war, wo es keine psionische Orientierung geben durfte, spielte im Augenblick keine Rolle.”
Das macht der Horst dauernd, einem die Abwesenheit von Logik dadurch zu erklären, dass das “im Augenblick”, getrieben von den Ereignissen, keine Rolle spielt. Doch, Horst, ist man versucht zu schreien, das spielt eine Rolle. Und genau diese Art und Weise, mit ungereimtheiten umzugehen, nur weil sie grade irgendwie nicht so in die Handlung passen, wie das erstrebenswert wäre, ist es, die mich manchmal etwas nervt.
Abgesehen davon, ist der Roman aber nicht schlecht geschrieben. Horst Hoffmann kann schon schreiben, nur zeigt er es zu selten und manchmal hat man den Eindruck, er will sich irgendwie auch gar nicht so richtig die Mühe geben, die das eventuell erfordern würde, so einen Roman sauber darzustellen. Aber das ist wie gesagt nur ein Eindruck und sicher nicht so gewollt.
Fakt ist jedenfalls, dass den Roman eine gewisse Ereignislosigkeit auszeichnet. Selbst als die Kartanin, mit Giftkapseln und Säurekapseln, mit Zeitzünder versehen, in der Hand der String-Legaten sind und man für ihr Leben keinen Pfifferling geben würde, kommt keine so rechte Spannung auf. Schade eigentlich. Deswegen reicht es in der Wertung auch nicht über ein NICHT ÜBEL hinaus. Aber wie andernorts schon erwähnt, das ist meine subjektive Sicht der Dinge. Ich bin sicher, dass man das auch vollkommen anders sehen kann. Trotzdem war dieser Roman – im Vergleich zu einigen der direkten Hoffmann’schen Vorgänger – recht gut lesbar.
Wertung: NICHT ÜBEL