Archiv für die Kategorie Brasilien

Olympia in Rio de Janeiro

Das Fest tobt in Brasilien, aber wir sind ja leider hier. Verstehen kann man das aber sehr gut. Nachdem Brasilien sich die Weltmeisterschaften im Fussball für das Jahr 2014 gesichert hat, kommt nun auch noch die Olympiade 2016 dazu. Hoffentlich übernehmen sie sich da nicht.

Präsentiert haben sie sich jedenfalls schön. Überraschend war, dass Chicago gleich als erstes ausgeschieden ist. Ich habe ja auf Rio gehofft, aber gerechnet habe ich mit Chicago, denn oft triumphieren die Amerikaner, auch und gerade bei olympischen Spielen. Diesmal aber nicht, und das ist im Interesse einer gewissen Abwechslung auch gut so.

Die Copa Cabana feiert und der Rest von Brasilien gleich mit. Das IOC hat entschieden: Zum ersten Mal steigt das große Fest in Brasilien.

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Eine Insel vor Paraty: Ilha do Sapê

Die Ilha do Sapê ist eine der Inseln vor Paraty. Wer den Rest auch noch kennen lernen will – auf dieser Seite sind sie aufgeführt (nicht alle allerdings mit Foto):

http://www.paraty.com.br/ilhas_praias/ilhas/sape.asp

Über den Tag in Parati haben wir ja schon berichtet:
http://blog.koenig-aalen.de/archives/430


Eine Insel vor Paraty: Ilha do Sapê

Ursprünglich hochgeladen von ralf_koenig
 

Die Bilder haben bisher gefehlt. Aber jetzt habe ich sie nicht nur endlich auf dem Rechner (das hat unter anderem deswegen 8 Monate gedauert, weil der Rechner mit den Fotos mal abgeraucht ist und ich eine Weile gebraucht habe, bis ich das Backup wieder eingespielt gekriegt habe …), sondern auch die Absicht, sie über Flickr verfügbar zu machen.
Dieses Foto ist auf der besagten Insel entstanden. Wir waren da zum Mittagessen, über den herrlichen Camaráo habe ich ja schon erzählt. Es gibt von dem guten Essen auch ein Bild, aber eines nach dem anderen 🙂

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Telenovela

Das ist eine Erfindung aus Brasilien, die spätestens seit „Die Sklavin Isaura“ auf RTL lief auch bei uns durchaus bekannt ist. In Brasilien, werden die jeden Tag konsumiert. Es sind regelrechte Events, Strassenfeger quasi, vor allem, wenn sie von TV Globo stammen.

Das haben wir hier aber leider nicht. Dafür aber Record TV. Die internationale Version dieses Senders, hat mehrere Telenovelas zu bieten. Und da meine Frau die sich regelmäßig anschaut, bin ich auch ganz gut auf dem Laufenden. Ich verstehe zwar nicht alles, aber in der einen, „Cidadao Brasileiro“ genannt, geht es wohl um einen Politiker, der neben einer Frau auch ein paar Geliebte hat. Wer da grade aktuell angesag ist, kann ich nicht so genau sagen. Ist aber witzig.

Die andere witzige Sache, läuft leider nicht mehr. Hies „Os Mutantes“ und handelte von einer Schar von Mutanten. Diese waren wohl aufgrund sprupelloser Experimente entstanden und stellten allerlei Schabernack an. Ebenfalls witzig. Aber leider vor ein paar Tagen ausgelaufen.

Und seit heute schließlich „Bela e Feia“. Übersetzt in etwa „Die Schöne und das Biest“ 🙂 Naja, genau genommen „Schön und Hässlich“. Scheint eher eine Komödie zu sein, meine Frau hat jedenfalls herzhaft gelacht :-). Es ist kein Ersatz für das, was man in Brasilien bekommt. Aber es ist besser, als nichts. Und auf RTL Passion läuft zur Not ja immer noch die Sklavin Isaura. Auch wenn meine Frau den alten Serien nichts abgewinnen kann …

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Senna, der Formel 1 Gott

Nach dem Unfall von Felipe Massa ist es irgendwie wieder greifbar, das Entsetzen, das vor 15 Jahren in der Formel 1 Einzug hielt. Seit dem Horror-Wochenende von Imola, ist ja nichts mehr passiert in der Formel 1 und da ruht man sich gerne aus, bis man wieder daran erinnert wird, dass das Grauen immer mit fährt. Ein Sport wie die Formel 1 ist natürlich gefährlich, aber einen Teil der Faszination macht genau diese Gefahr auch aus.

Am 1. Mai jährte sich der Todestag des vielleicht größten Formel 1 Fahrers aller Zeit zum fünfzehnten Mal. Und nur wenige Monate danach hat Massa diesen Unfall und Michael Schumacher steigt wieder in die Formel 1 ein. Große Freude für mich, war ich doch immer ein Fan des Kerpeners. Die lebende Legende noch einmal fahren zu sehen, das ist schon eine Gnade, die einem da zuteil wird. In etwa vergleichbar mit Henry Maskes Comebach nach zehn Jahren, das einem auch wohlige Schauer über den Rücken jagte, auch wenn man kein Box-Fan ist. Den Rest des Beitrags lesen »

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Samba in Söflingen

Einen Karneval zu besuchen, genießt bei mir keinerlei besonders hohe Präferenz. Aber wenn es ein brasilianischer Karneval ist – auch wenn er im verschneiten Söflingen stattfindet – dann ist das noch mal eine andere Sache. Gestern abend fand ein solcher im Ballhaus in Söflingen statt. Ein Ort, der ein für ein solches Event schon sehr besonderes Ambiente anbieten kann. Irgendwie fühlt man sich dort, wie in den 1920-er Jahren.

Die Musik war brasilianisch, auch wenn sie oft nicht mal den Geschmack der anwesenden Brasilianer traf, weil sie nicht immer zum Karneval gepasst hat. Aber sie hat auf jeden Fall für den nötigen Rahmen gesorgt, um ungeheure Energien freizusetzen. Wer schon einmal gesehen hat, wie Brasilianerinnen tanzen können, der weiß wovon ich rede.

Ein ganz besonderes Highlight, war eine Gruppe von vier Sambatänzerinnen im „vollen Ornat“. Sprich: Mit der Kleidung, die beim Karneval in Rio auch getragen wird. Das bedeutet nun nicht  unbedingt, dass die Damen viel anhaben. Im Wesentlichen, besteht der Ornat der brasilianischen Sambatänzerinnen ja aus Federn, die man kunstvoll zu Aufbauten zusammenstellt, die dann auf dem Rücken, den Schultern oder dem Kopf getragen werden. Und das ist schon beeindrucken. Der Raum war ja schon groß genug, aber wenn die vier Damen auf der Tanzfläche waren, wurde der Platz trotzdem knapp.

Ja, und dann in dieser Ausrüstung Samba Tanzen. Das habe ich bisher auch noch nie aus solcher Nähe betrachten können, höchstens im Fernsehen, in echt aber gar nicht. Es ist schon eine sportliche Erscheinung vonnöten oder zumindest unbändige Energie, die man mitbringen muss, um so tanzen zu können, so schnelle Schritte im Rhythmus der schnellen Musik hinzubekommen. Diese wird im Wesentlichen von Trommeln bestimmt, die den Rhythmus vorgeben und Rhythmus ist das Wichtigste für die Tänzerinnen.

Wer glaubt, dass man dabei nur zuschauen darf, der sieht sich getäuscht. Denn spätestens bei der zweiten Zugabe, schwärmten die Tänzerinnen aus und haben sich die Leute aus dem Publikum geholt, um mitzutanzen. Das ist nun für den durchschnittlichen Brasilianer aber einfacher, als für den durchschnittlichen Mitteleuropäer, zumal wenn dieser nicht tanzen kann. Ein Spass war das am Anfang allerdings nicht, als ich versuchte, mühsam in irgendeinen Rhythmus zu kommen. Aber wenn man dann mal in Bewegung ist, ist es einem auch egal und man lässt sich von der Stimmung tragen, die da schnell überzukochen droht.

Im Ballhaus, vor dem der Schnee lag und wo es sehr kalt war, hat man vom Winter jedenfalls nichts gemerkt. Das war wie ein Ausflug in den Sommer. Und deswegen möchte ich das Erlebnis auch nicht missen. Wenn das nächstes Jahr wieder stattfindet, werde ich mir das Ereignis jedenfalls nicht entgehen lassen.

Bilder folgen noch, sofern das eine oder andere was geworden ist.

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Südlicher Wendekreis

Als wir in der Nähe von Paraty am Strand von Trinidad waren, ist mir etwas bewusst geworden, was mir davor eigentlich gar nicht so aufgefallen ist. Wir waren da am 24. Dezember und damit kurz nach der Sonnenwende. Die Gegend um Sao Paulo und Rio ist ganz in der Nähe des südlichen Wendekreises und als ich am Strand von Trinidad nach oben blickte, suchte ich die Sonne vergeblich. Erst als ich wirklich senkrecht nach oben blickte, konnte ich den Sonnenball erkennen. Im Zenit stand die Sonne dort und das war ein Gefühl, das ist zum ersten Mal hatte. Auf den Filmaufnahmen, die wir aus diesen Tagen haben, sieht man auch deutlich, dass die Schatten alle sehr kurz sind.
Hier in Deutschland, sieht man die Sonne nie so hoch stehen. Ein merkwürdiges Gefühl und gerade deswegen eine Erwähnung wert, weil man so etwas bei uns normalerweise nie erleben wird …

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Die Inselwelt von Paraty

Senor Bene hat ein Boot in Paraty, das er auch an Touristen vermietet. Senor Bene ist schwer einzuschätzen, sicher schon um die siebzig, aber man sieht es ihm nicht so an. Sein Körper ist noch sehr kräftig, auch wenn er auf den ersten Blick nicht so wirkt. Das sieht man erst, wenn er den Anker lichtet, dann schwellen die Muskelberge. Oder wenn er den zwanzig Jahre alten Diesel startet, wofür er eine Handkurbel benötigt. Der alte Motor leistet enormen Widerstand, bevor er dann doch stotternd anspringt.
Als ich das Schiff betrete, ist mir nicht ganz wohl. So ganz geheuer, ist mir das Boot nicht, auch wenn es relativ frisch gestrichen erscheint. Blau, gelb und rot sind die Farben, die an dem alten Schiff vorherrschen. Es hat ein Dach, so dass man nicht der prallen Sonne ausgesetzt ist, für meine empfindliche Haut ein gewaltiger Vorteil. Den Rest des Beitrags lesen »

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