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Readfy – wozu fürs Lesen bezahlen?

https://www.flickr.com/photos/28855498@N07/12530028113/player/ecaa0a81c4In den letzten Jahren hat das Internet vieles verändert oder gar revolutioniert. Mit Steve Jobs und seinem iPod war es zum ersten Mal einfach und legal möglich, an Musik zu gelangen. Heute hat sich dieses Business weiter entwickelt, man kauft eigentlich keine einzelnen Songs mehr, sondern man abonniert einen Service. So, wie z.B. Spotify, bei dem man für einen fixen monatlichen Betrag quasi eine Flatrate bezahlt, mit der man beliebige Musik, sofern der Anbieter einen Vertrag mit Spotify hat, auf beliebigen Geräten anhören kann. Es gibt sogar eine kostenlose Variante, die am Anfang ziemlich komplett ist, aber dann immer weniger bietet.
Im Bereich der ebooks war das bisher nicht gleichermaßen der Fall. Entweder es werden einzelne Dateien in Shops gekauft, oder aber man kann für das Ausleihen beliebiger Bücher bezahlen, auch hier eine Art Flatrate. Skoobe bietet das zum Beispiel an, allerdings ohne eine kostenlose Variante bereit zu stellen.
Wie das gehen soll, fragt man sich auf den ersten Blick. Readfy.com glaubt, die Antwort darauf gefunden zu haben. Sie wollen eine Art Freemium-Modell für das Lesen von Büchern etablieren. In seiner kostenlosen Version soll es möglich sein, jedes Buch unbegrenzt ausleihen und lesen zu können. Finanziert wird das Ganze durch Werbung.
Es wird noch zwei weitere Stufen geben, zum einen das Premium light für 4,99, zum anderen Premium für 9,99 Euro. Wie genau die aussehen werden, wird sich noch zeigen. Momentan startet der Dienst nämlich in seine Betaphase, im Augenblick kann man keine neuen Accounts anlegen. Auch ich habe es leider nicht geschafft, mir einen der Testaccounts zu besorgen.
Spannend hört sich die Idee auf jeden Fall an. Lesen ohne zu bezahlen, indem man Werbung akzeptiert. Dabei soll die Werbung in Form von Videos, Bannern und Text direkt über das Buch gelegt werden. Gelesen wird dabei im integrierten Reader, Lesen ist nur in der Cloud möglich, die Romane werden also nicht auf das Gerät heruntergeladen.

https://www.flickr.com/photos/28855498@N07/12530380494/player/eb3454e47eDie Frage ist natürlich, wie umfangreich die Werbung sein wird. Wie sehr man von den eingeblendeten Anzeigen genervt wird, wie lange es den Lesefluss unterbricht. Bei manchen Apps, die man sich zum Spielen herunterlädt, kann man vor lauter Wartezeiten und Werbeeinblendungen kaum mit dem Spielen fortfahren. Das Modell von Readfy kann meines Erachtens nur funktionieren, wenn hier der „goldene Mittelweg“ gefunden wird. Denn Werbung ohne Ende werden kritische Leser kaum akzeptieren.

Spannend ist die Idee allemal.
Das zeigt auch die Tatsache, dass es für Readfy eine Crowdfunding-Kampagne gibt. Bei Companisto.de kann man einsehen, was bisher bezahlt wurde. Die Uhr steht bei knapp 250.000 Euro. Man kann sich fragen, wozu eine Crowdfunding-Campagne in dieser Phase nötig ist. Aber immerhin sagt der Wert etwas über das Interesse der künftigen Anteilseigner an Readfy aus.
Wenn es mir gelingt, ebenfalls einen Account bei Readfy zu bekommen, werde ich im Blog etwas zu meinen Erlebnissen berichten. Für den Moment sind 15.000 Bücher über Readfy verfügbar, eine App gibt es derzeit nur für Android. Iphone, Ipad und Ipod wurden aber nicht vergessen. Apps für diese sind derzeit in der Entwicklung und sollen bis Sommer 2014 zur Verfügung stehen. Für eReader wie den kindle, wird es das allerdings nicht geben, was auch nachvollziehbar ist. Werbung ist auf den eInk-Displays sicher nicht so einfach darstellbar und gerade am Anfang, sollte man sich nicht verzetteln.

Update vom 17.2.2014: Testzugang zu Readfy ist nun eingerichtet und aktiv. Mehr zu Handhabung und Feeling kommt.

Artikel bei Cashy:

http://www.stadt-bremerhaven.de/readfy-15-000-ebooks-kostenlos-freemium-modell-und-android-first/

http://www.stadt-bremerhaven.de/readfy-startet-betaphase-zum-zweiten-mal-15-000-buecher-im-freemium-modell-auf-android/

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Alles kindle, oder was?

Auch wenn es auf den ersten Blick so aussieht, es geht hier nicht nur um amazon und den dort angebotenen kindle. Tatsache ist, dass ich in meinem bisherigen ebook-Leben mit dem kindle keyboard angefangen habe und danach zum kobo touch übergegangen bin. Der hat mir ausgezeichnet gefallen, aber hauptsächlich deswegen, weil der Bildschirm heller war, als der vom kindle. Die Möglichkeiten des kindle haben mich aber von Anfang an begeistert.

Worum es mir ging, war die Tatsache, dass ich meine Dateien auf mehreren Lesegeräten nutzen möchte. Das geht über die kindle App auch auf Smartphones oder Tablets. Den Rest des Beitrags lesen »

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Warum eigentlich Ebooks?

Diese Frage musste ich mir in den letzten Jahren oft stellen lassen – und habe sie mir am Anfang auch selbst oft genug gestellt. Der eigentlich tolle Sony eReader hat mich immer abgeschreckt, weil er mir viel zu teuer war. Als Leseratte fragt man sich unwillkürlich, warum man fast 300 Euro ausgeben soll, nur um ein Gerät zu haben, mit dem man dann Bücher lesen kann. Angesichts der Tatsache, dass viele Ebooks kaum weniger, als das gebundene Buch kosteten, war es umso fragwürdiger, so viel Geld auszugeben. Bis sich das amortisiert hatte, dauerte es seine Zeit.

http://rcm-eu.amazon-adsystem.com/e/cm?t=ralfsphantast-21&o=3&p=26&l=ur1&category=kindlegaraete&banner=03X4ZVKEM5V3B4EQAP02&f=ifr

Ich habe schon vor zehn Jahren meine erste Ebooks konsumiert – damals noch auf meinem Palm V im pbc-format. Readersplanet hieß der Webshop, auf dem ich damals Dateien meiner Lieblingsserien wie Perry Rhodan und Atlan gefunden habe. Aber so richtig toll war das nicht, die Möglichkeiten der Geräte waren noch sehr viel geringer, als heute. Trotzdem war es ein Erlebnis. Damals war ich beruflich viel unterwegs und anstatt viele Bücher konnte ich den Palm mitnehmen und beliebig viele Dateien. So viel Platz nahmen und nehmen die Ebooks nicht weg. Den Rest des Beitrags lesen »

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